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By Brigitte Hamann (auth.), Prof. Dr. med. Walter Pöldinger, Dr. med. Wolfgang Wagner (eds.)

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Theorie der Industrieökonomik

Das Buch gibt eine grundlegende Einführung in die Modelle und Methoden der Theorie der Industrieökonomik, beschäftigt sich additionally mit der Interaktion zwischen Markt und Unternehmen. Dies betrifft z. B. die Preis- und Produktwahl eines Unternehmens, das Wettbewerbsverhalten im Oligopol, Kartellabsprachen, Marktzutritts- und -austrittsentscheidungen sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

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Aggression ist, wie Adler richtig erkannte, zu sehr mit Erregungszuständen verbunden, und damit, wie ich folgern möchte, mit Appeten- Soziologische Aspekte 23 zen, die auf ein Mehr, nicht nur auf eine Bewahrung oder Verteidigung des Istzustandes (als Selbstbehauptung) verweisen. Das beim höheren Säuger, aber besonders beim Menschen schon in der frühen Kindheit auftretende Such- und Bemächtigungsverhalten muß im Rahmen des Spannungsfeldes von Aggression gesehen werden. Es richtet sich auf Exploration.

Je näher Menschen einander kommen, desto tiefer vermögen sie einander zu verletzen. In der Erotik werden gewisse sonst den realistischen Konflikt kennzeichnende Einschränkungen (z. B. Achtung des Gegners) bei Aggressivität fallengelassen. So wie die Achtung voreinander in erotischen Konflikten stark zurücktreten mag, kann Achtungsentzug auch in Generationenverhältnissen in der Familie zur Geltung kommen. Simmel zielt, ohne ihn zu nennen, auf den zur Zeit der Abfassung seiner Abhandlung von der entstehenden Tiefenpsychologie herangezogenen Ambivalenzbegriff.

B. je ein eigenes Zimmer für Kinder und Jugendliche; - mehr Einzelhaushalte, 50% aller Haushalte in Paris oder Berlin sind Einpersonenhaushalte, 40% aller Wiener oder Hamburger Haushalte ebenso, wobei die jüngeren und die älteren Generationen an dieser Singularisierung in jeweils verschiedener Weise beteiligt sind; - mehr Zuweisung von Eigenmanagement, d. h. auch höhere Erwartung an die Eigenleistung des Zurechtkommens, gestützt z. B. ; - mehr Zwang zur Wahl aufgrund der Häufung und Vervielfältigung des Medien-, Konsum- und Kulturangebots; - mehr Brüche und Veränderungen in den Beziehungen im Familienlebenszyklus, daher mehr Einsamkeitsphasen; 32 Leopold Rosenmayr - paradoxer gesellschaftlicher Anreiz, "selbst" zu sein; dieser Wunsch, in verschiedenen Hinsichten selbständig zu sein, besteht als Gegenwunsch zu Prozessen der laufenden gesellschaftlichen Anonymisierung; "Persönlichkeit" wird durch die Konsumindustrie und durch die Werbung zur Herstellung eines dieser Konsumindustrie dienlichen Artefakts, eines kauflustigen Ersatz-Ich, provoziert und produziert.

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